Kakaopulver oder Schokolade: Was eignet sich besser zum Backen?
Kakaopulver oder Schokolade: Was eignet sich besser zum Backen?
Die Frage stellt sich fast immer vor dem Backen, nicht danach. Das Rezept verlangt Kakao, aber es steht da nur Schokolade. Oder umgekehrt. Was also nehmen? Und macht es wirklich einen Unterschied?
Es macht einen. Nicht immer entscheidend, aber oft spürbar. Kakaopulver und Schokolade sind unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften. Wer versteht, was sie voneinander trennt, trifft bessere Entscheidungen beim Backen, und manchmal kombiniert man beide.
Was den Unterschied macht: Kakaobutter
Der Kern des Unterschieds liegt in einem einzigen Stoff: der Kakaobutter.
Kakaobohnen enthalten von Natur aus rund 50 Prozent Fett. Dieses Fett ist die Kakaobutter. Bei der Herstellung von Kakaopulver wird die gemahlene Kakaomasse unter hohem Druck abgepresst. Die Kakaobutter wird herausgepresst, der Fettgehalt auf 20 bis 22 Prozent (schwach entölter Kakao) oder auf 10 bis 20 Prozent (stark entölter Kakao) reduziert. Was übrig bleibt, wird gemahlen und abgesiebt: das Kakaopulver.
Schokolade geht den anderen Weg. Kakaomasse, Zucker und oft Milchpulver werden zusammen mit Kakaobutter zu einer Masse verarbeitet. Kakaobutter schmilzt bei 28 Grad Celsius, das ist die Temperatur der menschlichen Haut, und davon kommt der Schmelz von Schokolade.
Das bedeutet: Kakaopulver ist konzentriertes Kakaoaroma mit wenig Fett. Schokolade ist Kakaoaroma plus Fett plus Zucker. Wer das weiß, versteht, warum beide sich beim Backen anders verhalten.
Kakaopulver beim Backen: Kontrolle und Intensität
Mit Kakaopulver hat man die Kontrolle über die Zucker- und Fettmenge und dosiert beides nach Bedarf. Das ist der größte Vorteil beim Backen. Kakaopulver bringt das Kakaoaroma, aber keine versteckte Süße und kein zusätzliches Fett. Wer ein Rezept präzise steuern will, greift zum Pulver.
Beim Kakaopulver gibt es zwei Varianten, die sich im Backalltag unterschiedlich verhalten. Schwach entölter Kakao enthält mindestens 20 Prozent Kakaobutter und schmeckt aromatischer, milder und schokoladiger. Stark entölter Kakao enthält rund 10 Prozent Kakaobutter, ist weniger vollmundig, dafür leichter löslich.
Für Teige, in denen Kakaopulver gut verteilt werden soll, also Rührteige, Biskuits, Kekse, ist stark entöltes Pulver oft praktischer. Es löst sich gleichmäßiger ein. Für intensive, dunkle Aromen, bei Brownies oder schokoladenbetonten Kuchen, ist schwach entöltes Pulver die aromatisch stärkere Wahl.
Der Pure Cocoa von Blömboom ist reines Kakaopulver aus biologischem Anbau, ohne Zucker und ohne Zusätze. Er eignet sich für alle Backrezepte, bei denen man das Kakaoaroma selbst steuern will.
Schokolade beim Backen: Textur und Schmelz
Schokolade bringt mehr mit als nur Kakaoaroma. Die Kakaobutter in ihr verändert die Textur des Gebäcks direkt. Schokolade gibt dem Gebäck Fülle, Schmelz und eine weiche Textur, perfekt für Brownies, Muffins oder einen saftigen Schokokern.
Wer Schokolade schmelzt und in den Teig gibt, verändert die Fettstruktur des Gebäcks. Das Ergebnis ist dichter, feuchter, schwerer. Bei Brownies ist das genau das Ziel. Bei einem luftigen Biskuit wäre es ein Fehler.
Die Dark Hot Chocolate Drops und Milk Hot Chocolate Drops eignen sich gut zum Schmelzen. Die Drops lassen sich im Wasserbad schmelzen, damit sie nicht anbrennen. Die Dark Drops haben durch ihren hohen Kakaoanteil ein kräftigeres, herb-dunkles Profil. Die Milk Drops bringen eine mildere, cremigere Note mit.
Gehackte Drops direkt in den Teig gegeben, ohne zu schmelzen, ergeben beim Backen flüssige Schokoladenstücke. Wenn man gehackte Schokolade in den Teig gibt, werden flüssige Schokostücke beim Anschneiden sichtbar, zum Beispiel in Schokomuffins.
Kann man Kakaopulver und Schokolade gegeneinander austauschen?
Grundsätzlich ja, aber nicht eins zu eins. Beim Austausch sollte man den Zuckeranteil anpassen, um ein zu süßes oder zu fettiges Ergebnis zu vermeiden.
Als Faustregel: Wer 30 Gramm Kakaopulver durch Schokolade ersetzen will, nimmt etwa 45 Gramm Schokolade und reduziert gleichzeitig das Fett im Rezept, also Butter oder Öl, um rund 15 Gramm. Der Zuckeranteil muss ebenfalls nach unten angepasst werden, weil Schokolade immer Zucker mitbringt.
Umgekehrt, wenn Schokolade durch Kakaopulver ersetzt wird, fehlt die Kakaobutter. Das Gebäck wird trockener und weniger reichhaltig. Wer das ausgleichen will, gibt etwas Butter oder Pflanzenöl zusätzlich in den Teig.
Wann man beides kombiniert
Die stärksten Ergebnisse entstehen oft, wenn man beides kombiniert. Kakaopulver und Schokolade zusammen ergeben saftige Cookies, während Kakaopulver allein für knackige Kekse sorgt.
Das Kakaopulver gibt das konzentrierte Aroma. Die Schokolade gibt die Textur, den Schmelz, die Dichte. Zusammen in einem Brownie-Rezept ergibt das ein Ergebnis, das weder Pulver noch Drops allein erreichen würden.
Die kurze Antwort
Kakaopulver für Kontrolle, klares Aroma und luftigere Texturen. Schokolade für Schmelz, Fülle und feuchte, dichte Gebäcke. Beides zusammen für die intensivsten Ergebnisse. Wer den Unterschied versteht, kann nach Lust, Rezept und Ergebnis wählen.
Häufige Fragen zum Backen mit Kakao
Kann man Pure Cocoa zum Backen verwenden?
Ja. Pure Cocoa ist reines Kakaopulver ohne Zucker und eignet sich für alle Backrezepte, bei denen man das Süße selbst bestimmen will. Es hat ein intensives, herb-dunkles Aroma.
Was ist der Unterschied zwischen Kakaopulver und Trinkschokoladenpulver beim Backen?
Trinkschokoladenpulver wie Dark oder Milk Hot Chocolate enthält neben Kakao auch Zucker und Milchpulver. Wer damit backt, muss den Zuckeranteil im Rezept entsprechend reduzieren. Für präzises Backen ist reines Kakaopulver die bessere Wahl.
Wofür eignen sich die Blömboom Drops beim Backen?
Die Dark Hot Chocolate Drops und Milk Hot Chocolate Drops eignen sich zum Schmelzen für Ganaches, Glasuren und Brownie-Teige sowie gehackt als Schokoladenstücke in Muffins und Cookies.
Zugehörige Produkte
Inhalt: 1 Set (11,95 €* / 1 Set)